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Strukturierte Daten mit Schema.org

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben, die einer Suchmaschine sagen, was ein Inhalt ist: dass dieser Text ein Artikel mit Autor und Datum ist, dass jene Liste ein Brotkrumen-Pfad ist, dass dort eine Organisation beschrieben wird. Sie ergänzen das sichtbare HTML um eine Bedeutungsebene, die Semantik noch einmal explizit macht.

Der Lohn sind zwei Dinge: Rich Results – also angereicherte Suchergebnisse mit Brotkrumen, Sternen oder FAQ-Aufklappern – und ein besseres Verständnis durch Such- und KI-Systeme. Beides für überschaubaren Aufwand.

Schema.org und JSON-LD

Zwei Begriffe gehören zusammen:

  • Schema.org ist das gemeinsame Vokabular – eine große Sammlung von Typen (Article, Organization, Product …) und deren Eigenschaften.
  • JSON-LD ist das empfohlene Format, in dem man dieses Vokabular notiert: ein <script>-Block, getrennt vom sichtbaren Inhalt.

Google empfiehlt ausdrücklich JSON-LD, weil es sich sauber vom Markup trennen lässt – man muss nicht jedes HTML-Element mit Attributen verschachteln, sondern legt die Daten als Block ab:

<script type="application/ld+json">
  {
    "@context": "https://schema.org",
    "@type": "BreadcrumbList",
    "itemListElement": [
      { "@type": "ListItem", "position": 1, "name": "Start", "item": "https://example.de/" },
      { "@type": "ListItem", "position": 2, "name": "SEO & KI", "item": "https://example.de/seo-und-ki.html" }
    ]
  }
</script>

Häufige Typen

Im Alltag genügt eine Handvoll Typen für die meisten Seiten:

Typ Wofür
Organization / WebSite Seitenbetreiber und Website als Ganzes
BreadcrumbList der Brotkrumen-Pfad
Article / BlogPosting redaktionelle Inhalte mit Autor und Datum
Person Autorinnen und Autoren (EEAT)
FAQPage Frage-Antwort-Blöcke
Product Produkte mit Preis und Bewertung

Was diese Website nutzt

Ich finde, gute Beispiele erklärt man am besten an echten – und diese Seite ist eins. Sie erzeugt ihr JSON-LD automatisch aus derselben Datenquelle, die auch die sichtbaren Inhalte speist:

  • Organization + WebSite auf jeder Seite (im Layout),
  • BreadcrumbList aus der zentralen Navigations­datenquelle,
  • Article + Person auf jeder Inhaltsseite (mit Autor Jakob Sommer und Aktualisierungsdatum),
  • eine ItemList der Themenbereiche auf der Startseite.

Weil alles aus einer Quelle stammt, können sichtbarer Inhalt und strukturierte Daten gar nicht erst auseinanderlaufen. Genau das ist der Punkt.

Regeln, an die ich mich halte

  • Nur auszeichnen, was wirklich auf der Seite steht. Strukturierte Daten für unsichtbare oder falsche Inhalte sind ein Verstoß gegen die Richtlinien und können abgestraft werden.
  • Sichtbares und Markup deckungsgleich halten. Der ausgezeichnete Preis ist der Preis, der dasteht.
  • Testen. Der Rich-Results-Test von Google und der Schema-Validator zeigen Fehler und mögliche Darstellungen.

Häufige Fragen

Microdata, RDFa oder JSON-LD?

JSON-LD. Es ist das von Google empfohlene Format, am besten wartbar und sauber vom Inhalt getrennt. Microdata und RDFa funktionieren auch, sind aber umständlicher.

Garantieren strukturierte Daten Rich Results?

Nein. Sie sind die Voraussetzung, aber ob und wie ein Rich Result erscheint, entscheidet die Suchmaschine. Korrekte, richtlinienkonforme Daten erhöhen die Chance.

Helfen strukturierte Daten auch der KI-Suche?

Sie schaden nicht und machen Entitäten und Zusammenhänge expliziter. Als ein Baustein von GEO sind sie sinnvoll – aber kein Ersatz für klare, gute Inhalte.

Fazit

Strukturierte Daten in JSON-LD machen maschinenlesbar, was eine Seite bedeutet – Organization, BreadcrumbList, Article, Person decken den Alltag weitgehend ab. Sie ermöglichen Rich Results und schärfen das Verständnis bei Such- und KI-Systemen. Wichtig ist nur, ehrlich zu bleiben: auszeichnen, was wirklich dasteht – und das Ergebnis testen.